01 · Fester Punkt
Knochen, nicht Fleisch
Ein Anker wird verlässlich, wenn die Zughand eine harte Referenz findet.
Weichteile verändern sich unter Last. Wange, Lippe und Haut geben nach, reagieren auf Spannung, Erschöpfung und Tagesform. Ein Anker, der nur auf Gewebe ruht, stellt Nocke, Auge und Pfeil nicht zweimal gleich her.
Darum sucht der Anker den Knochenkontakt: Zughand von unten gegen den Kiefer, Sehne an Kinn und Nase. Diese festen Punkte machen den Vollauszug wiederholbar.
Praktisch ist Ankern eine Prozedur: landen, fühlen, verriegeln. Die Hand kommt an, prüft kurz ihre Lage und übergibt die Spannung in Rücken und Schulterblatt.
Landen
Die Hand kommt an denselben Punkt, ohne den Kopf hinterher zu suchen.
Fühlen
Kiefer, Kinn, Nase und Sehne melden, ob die Lage stimmt.
Verriegeln
Die Spannung geht in Rücken und Schulterblatt, bevor der Schuss fällt.