01 · Asymmetrie
Warum der Bogen nicht symmetrisch zieht
Der Pfeil liegt oberhalb der Bogenhand. Der Schütze zieht also nicht in der geometrischen Mitte des Bogens, sondern darüber.
Der Griff sitzt etwas unterhalb der geometrischen Mitte, damit oberhalb der Hand Platz für Pfeilauflage und Bogenfenster bleibt. Der Druckpunkt der Bogenhand liegt damit unter dem Pfeil.
Beim mediterranen Griff kommt ein weiterer Versatz dazu: ein Finger über dem Pfeil, zwei darunter. Die Sehne wird im Auszug oberhalb der Mitte belastet. Ohne Ausgleich würde der obere Wurfarm stärker durchgebogen als der untere.
Der Tiller ist die Gegenmaßnahme. Ein positiver Tiller macht den unteren Arm geringfügig straffer und gibt dem oberen mehr Abstand zur Sehne. Ziel ist nicht Symmetrie im Ruhezustand, sondern Gleichzeitigkeit im Schuss.